hr_integrate – Personal-Profis unterstützen geflüchtete Menschen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz in Deutschland und begleiten ihre Integration in das Berufsleben.

Das Problem

Integration heißt auch und vor allem Integration in den Arbeitsmarkt. Nur wenn Geflüchtete eine Arbeit finden und ihr Potenzial einbringen können, haben sie eine Zukunft in Deutschland. Wohl die meisten Geflüchteten sind mit Verfahren und Konventionen bei Jobsuche, Bewerbung und Berufseinstieg nicht vertraut.

Die Idee

 

Die Initiative hr_integrate bietet mit ihrer Website eine Plattform, auf der Personal-Profis und Geflüchtete, die eine Arbeitsstelle in Deutschland suchen, miteinander in Kontakt kommen können.

Ziel ist, dass deutsche Personaler geflüchtete Menschen auf ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt individuell beraten, unterstützen und begleiten. Jeweils ein Personaler soll als Mentor einem Geflüchteten zur Seite stehen – vor Ort, persönlich und bis zur erfolgreichen Integration in den Job.

Konzept und Umsetzung

Auf der Webplattform www.hr-integrate.com sollen Geflüchtete, die eine Arbeitsstelle in Deutschland suchen und sich qualifiziert bewerben wollen, und Personalmanagement-Professionals, die diese Arbeitsuchenden persönlich unterstützen möchten, zusammengeführt werden. Als Mentoren sollen die Personaler die Geflüchteten dabei unterstützen, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden, und sie auf ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt individuell beraten und begleiten. Ein Personal-Profi soll dabei jeweils einen Schützling vor Ort unter seine Fittiche nehmen. Dazu gehören die Klärung des Qualifikationsprofils, die Identifikation geeigneter Unternehmen, die Ausarbeitung von Bewerbungsunterlagen, die Unterstützung bei Aktivitäten in Jobportalen und sozialen Netzwerken sowie die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche bis hin zur Begleitung während der Anfangszeit im neuen Unternehmen. hr_integrate schafft die Möglichkeit, auch mit einem geringen Zeitbudget jemanden zu betreuen. Die Vernetzung mit Personalverbänden und Hilfsorganisationen wird derzeit vorangetrieben.

Website, Logo, Flyer, AGBs, alles haben Freiwillige aus dem Netzwerk der Gründer auf ehrenamtlicher Basis erstellt. Erste Mentoren stehen bereit, und ein prominenter Unterstützer hat sich auch bereits eingefunden: Thomas Sattelberger, ehemaliger Personalvorstand der Deutschen Telekom AG, unterstützt die Initiative und hofft, dass sich viele seiner Personalerkollegen als Mentoren zur Verfügung stellen.

Potenzial und Perspektiven

Die digitale Technologie macht es möglich, nationale Reichweite mit regionalem Bezug zu verknüpfen. “Die Beratung soll deutschlandweit stattfinden. Ziel ist es, dass ein Geflüchteter jemanden in seiner Region findet, mit dem er eine Partnerschaft eingeht”, beschreiben die Gründer das Konzept.